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blänk - Magazin
gegen rassismus
Nicht-weiße Menschen erleben täglich verschiedene Formen von Rassismus mit Folgen für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Mit meiner Bachelorarbeit „Blänk“ wollte ich ein Medium kreieren, das Bewusstsein schafft, Wissen vermittelt und weiße Menschen ermächtigt, Verbündete zu werden.
Im Therorieteil der Arbeit beleuchtete ich zunächst Rassismus aus wissenschaftlicher Perspektive. Parallel dazu entwickelte ich eine visuelle Sprache und ein redaktionelles Konzept für die erste Ausgabe des Magazins “Blänk” zum Thema “Mikroaggressionen”. Persönliche Geschichten, Fakten und Zahlen, Zitate, Poesie, Illustrationen und Fotografien sollen Wissen vermitteln und Empathie fördern. Absurditäten und die Gestaltung störende Elemente irritieren die Leser:innen, kurze und längere Texte geben je nach Lesesituationen schnelle oder ausführlichere Einblicke in die Thematik.
Statt auf bekannte Bilder im Zusammenhang mit Rassismus zu setzen, entwickelte ich in dieser Arbeit eine neue Bildwelt: abstrakte Formen, dunkle Makrotexturen, grelle Neonfarben und verfremdete Nahaufnahmen, die geschichtet, verflochten, eng und z.T. sich überschneidend starke Kontraste und eine unangenehme Spannung kreieren.
Für die Inhalte des Magazins schlüpfte in die Rolle der Texterin, Layouterin, Illustratorin, Designerin, Art Direktorin, Poeting und Journalistin. Im Interview mit fünf Betroffenen gewann ich weitere Perspektiven und Ideen.
Da Rassismus auch durch Sprache wirkt, kommt der Typografie eine besondere Bedeutung zu. Fünf unterschiedliche Schriften kommen an verschiedenen Stellen und mit unterschiedlichen Zielen zum Einsatz - zur Unterstreichung des Themas, für längere Lesepassagen, kleine Randinformationen und Definitionen sowie als Schmuckschrift.
Das Print-Magazin sollte auch durch seine Haptik wirken, die durch den Einsatz von ungestrichenen und unterschiedlich gefärbten, glänzenden und matten Papieren hochwertig und besonders ist und auf die Körperlichkeit und verschiedenen Formen von Rassismus anspielt.
Als eine selbst von Rassismus betroffene Person wurde mir im Laufe des Projekts bewusst, wie sehr meine eigene Erfahrung diese Arbeit motiviert und geprägt hat. Durch Interviews mit weiteren Betroffenen konnte ich von anderen Perspektiven lernen. Zudem wurde ich eingeladen, das Projekt während der Awareness-Woche meiner Hochschule zu präsentieren, mit anschließender Fragerunde und Diskussion.